Ich bin Chrissie, Pirat aus Neuss und das ist mein Piratentagebuch.
_______________________
25.08.2012
Hallo zusammen,
so. Seit dem 30.6. bin ich im Landesvorstand der Piraten NRW. Ich bin als Stellvertreterin gewählt worden und ich werde jetzt einfach einen Rückblick geben, auf dass was passiert ist. Ich habe mich am 30.6. am Ende des Tages vorgestellt. Ihr könnt meine Kandidatur auf YouTube finden, dafür müsst ihr ein bisschen Googlen und bis zum Ende rüberscrollen ;-)
Kurz zuvor war ich unendlich nervös. Ich bin hinter der Bühne herumgetigert mit meinem Notizzettel, auf dem ungefähr alles stand, was ich sagen wollte. Auf der Bühne selbst ging es dann wieder, ich habe aber natürlich trotzdem was vergessen ;D Das lang gefürchtete Grillen (Befragung des Mitgliedes auf der Bühne) war auch okay. Ich habe es mir schlimmer vorgestellt und habe alle Fragen nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet. Am Ende wurde ich mit einer 2/3 Mehrheit gewählt. Im Nachhinein hat mich diese Bilanz ziemlich beeindruckt. Da ich die letzte Wahl für diesen Tag war, war es ganz gut, das keine Presse mehr da war. Ich war sehr erschöpft und habe mich dann noch mit anderen Piraten zur Sauna getroffen. Die übliche Piratenfeierei fiel für mich aus, ich war einfach zu müde.
Den zweiten Tag fand ich auch sehr gut. Meine restlichen Vorstandskollegen wurden gewählt und ich muss sagen, ich war damals schon sehr zufrieden. Alle meine Favoriten, bis auf Lukas Pieper, waren drin. Heute weiß ich, das Stephy Nöther auch eine gute Wahl ist :-)
Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und ich muss sagen, dass wir auch im Team sehr gut funktionieren. Wir verstehen uns sehr gut, das Miteinander ist angenehm. Wir haben keine Ängste uns gegenseitig zu sagen, wenn es Probleme gibt. Sowohl privat als auch in der Partei. Wir geben gut aufeinander acht und nehmen Rücksicht aufeinander. Wir haben ein ähnliches (Gerechtigkeits-)Empfinden, was die Arbeit sehr erleichtert. Große Konflikte gab es bisher nicht, auch wenn ich glaube, dass sie nicht ausbleiben werden.
Was macht ein Vorstand den ganzen Tag? Zunächst einmal müssen unzählige Anfragen bearbeitet werden. Wir haben einen sogenannten Request Tracker, das ist ein E-Mail-Programm, auf das mehrere Leute Zugriff haben. Dort werden dann Tickets erstellt (das sind die E-Mails), die sich dann jemand nehmen und bearbeiten kann. Das können unterschiedlichste Dinge sein. Jemand braucht schlichtweg Informationen, er möchte Geld beantragen, er will eine Versammlung bekannt geben, er braucht Hilfe, er möchte etwas melden. Beispielsweise Probleme. Das ist der bisher anstrengendste Teil. Im Landesverband ist natürlich nicht immer alles Sonnenschein. Differenzen gibt es hier und dort. Die Aufgabe des Vorstandes ist es dann sich damit zu beschäftigen und herauszufinden, wo genau das Problem liegt. Das ist eine der Aufgaben, die ich mir genommen habe. Ich fahre also bspw. in Städte und höre mir ihre Probleme auf unterschiedlichen Ebenen an oder telefoniere mit ihnen. Das ist ein sehr anstrengender Teil der Arbeit. Oft ist es so, dass die Personen so in ihre Probleme involviert sind, dass ihnen der Schritt zurück nicht mehr gelingt. Da es unterschiedlichste Ansichten gibt, welche Maßnahmen so ein Vorstand ergreifen sollte, ist meine Entscheidung aus dem Blickwinkel der Beteiligten immer falsch. Ich verlasse mich daher auf mich, mein Bauchgefühl und meinen Geist. Ich verlasse mich aber auch auf den Rückhalt meiner Vorstandskollegen. Oft hören Streitigkeiten nach der ersten Mediation nicht auf. Die Erwartung ist natürlich, dass nach dem ersten Besuch sofort eine Besserung oder die Lösung des Problems eintritt. Dass hierfür aber ein Großteil der Arbeit nicht vom Landesvorstand, sondern von den Betroffenen erfolgen muss, ist für sie nicht immer direkt zu erkennen. Hier gilt für mich übrigens “Geteiltes Leid, ist halbes Leid” denn mit meinen Kollegen kann ich gut darüber sprechen und die Situation bewältigen. Die Vorstandsarbeit hängt mir dann nicht nach und ich kann mich danach in Ruhe anderen Aufgaben widmen. Das hört sich jetzt unangenehm an aber ich glaube auch, dass es in anderen Parteien oder Vereinen ähnlich läuft. Es spricht nur niemand drüber.
Der Großteil der Städte ist superengagiert, freundlich und produktiv. Ich hätte es mir schlimmer vorgestellt und bin dankbar dafür.
Zu meinen Arbeitsbereichen gehört auch die Öffentlichkeitsarbeit. Hier unterstütze ich den Vorsitzenden Sven Sladek alias Fizz. Alles, was er nicht bewältigen kann, nehmen Ralf (ebenfalls stellv. Vorsitzender) und ich ihm ab. Ich lese daher die Liste der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit und informiere mich über Themen oder versuche mich einzubringen. Derzeit sind wir im Sommerloch, dadurch gibt es auf dieser Ebene im Moment nicht sehr viel zutun. Da ich aber die Pressebegleitung hinsichtlich der Bundestagswahl machen werde, glaube ich das da noch einiges mehr an Arbeit auf mich zukommt.
Ansonsten habe ich bei meiner Wahl gesagt, dass ich nur drei Stunden am Tag der Piratenarbeit widmen werde. Das habe ich für mich festgelegt, damit ich genug Zeit habe, um mein Studium zu bewältigen. Bisher habe ich das sehr gut geschafft und lerne fleißig, soviel es geht. Die Arbeit für die Piraten ist mein Ausgleich. Es liegt meinem Studium so fern, dass es angenehm ist, wenn die Gedanken mal die Richtung wechseln können.
Zukünftig möchte ich im Landesvorstand eine Art Prozessaufzeichnung anfertigen. Darin enthalten soll sein “Was ist die Situation”, “Wie ist die Lösung”, “Begründung der Handlung”. So haben wir für unsere Amtszeit aber auch die der nächsten Vorstände eine Handlungsempfehlung. Ich hätte mir das jetzt sehr gewünscht, leider hat das vor uns noch niemand angefertigt.
Ich möchte außerdem eine Sprechstunde einführen, die keine Vorstandssitzung ist. In Vorstandssitzungen werden klar aufgeführte Themen behandelt, es wird über Gelder abgestimmt u.ä. Aber mir wäre es wichtig, dass wir einfach mehr miteinander reden. Dass ich Leuten Fragen beantworten kann, das ich mir anhöre, was im Landesverband sonst noch geschieht.
Neben den Piratenplänen möchte ich einfach nur meine Prüfung bestehen :)
Das wars erstmal. Schreibt mich einfach an, wenn ihr Fragen habt!
Chrissie
_______________________
04.06.2012
Ich hatte ein Interview mit XTraTobi zu meiner Kandidatur
_______________________
31.03.2012
Uff, mein letzter Beitrag ist ja jetzt schon ganz schön lange her. Gut, eine ganze Woche aber in der Zeit ist viel passiert! Alles mal aus subjektiver Sicht:
Wir hatten einen Landesparteitag am Sonntag, bei dem die Spitzenkandidaten gewählt werden sollen. Um mich selbst wieder ein bisschen zu erden, habe ich eine Woche vorher keine Piratenmedien mehr benutzt und mich nur auf mein Leben und die Uni konzentriert. So habe ich Kraft sammeln können, um die wirklich anstrengenden und nervenaufreibenden zwei Tage zu überstehen.
Ich bin zum Landesparteitag gefahren mit der Idee, dass wir eine gute Liste aufstellen und ich einige Kandidaten grillen werde, die ich nicht gut genug finde. Kandidatengrillen bedeutet, das sich jemand zur Wahl stellt und er dann durch die Anwesenden befragt werden darf. Diesmal lief aber alles ganz anders.
Wir hatten ca. 200 Bewerber und wir haben uns auf das Akzeptanzwahlverfahren geeinigt. Eigentlich eine gute Sache aber mit 200 Bewerbern und einigen Menschen, die dieses Wahlverfahren nicht verstanden haben, nicht so einfach. Wir haben also im ersten Wahlgang Joachim Paul gewählt (den ich sogar als einen Freund von mir bezeichnen darf, sehr netter Mensch!). Aber NUR Joachim Paul und dadurch wurde die Zeit immer knapper. Zum Grillen kam es (leider!!) nur ca. 5x und mit unglaublich knapper Zeit haben wir es gerade so geschafft, die benötigten 43 Kandidaten aufzustellen.
Mein persönliches Highlight: Das Spitzenquartett besteht aus den grandiosen Piraten Joachim Paul, Lukas Lamla, Michele Marsching und Marc Olejak. Alles Leute, die ich für sehr fähig halte. Und auch die gesamte Top 20 ist toll geworden, ich setze mein vollstes Vertrauen in diese Menschen! Als diese Liste feststand habe ich geweint vor Erleichterung :-)
Danach habe ich mich in der ersten Pressekonferenz dazu gesetzt, alle haben sich super geschlagen!
Nach dem Landesparteitag habe ich meine Aktivität wieder etwas zurückgeschraubt, das werde ich auch zukünftig in regelmäßigen Abständen tun. Trotzdem habe ich zwischendurch mitgeholfen die Grafiken fertigzubekommen und die mir nahestehenden Listenkandidaten mit Ratschlägen und Coachings unterstützt.
Gestern habe ich mir einen ganzen Tag Zeit genommen und bin mit nach Essen in die Wahlkampfzentrale gefahren. Mit Lukas Lamla, Joachim Paul, Simone Brand und Dirk Schatz landete ich dann in einem Gespräch mit dem zdf-Moderator Nick Leifert. Ich bin zwar kein Listenkandidat aber Nick Leifert sah das nicht als Problem an und bat mich mit teilzunehmen. Obwohl es eigentlich nur ein paar wenige, lockere Fragen und Impressionen sein sollten, war Nick Leifert so angefixt, das wir ungefähr eine Stunde gesprochen haben :-) Andreas Wagner filmte das Filmteam und Nico Kern machte sich Notizen zu unserer Art der Kommunikation und Einzelaussagen, um später ein Feedbackgespräch zu machen.
Im Anschluss kam noch Ulla Ramone vom ard. Ich habe mich zur Arbeit ins Büro zurückgezogen, wo Impressionen gefilmt wurden. Frau Ramone war daran interessiert, wie Mumble funktioniert (ihr könnt das in einem meiner älteren Beiträge nachlesen). Ich erläuterte was Mumble ist, der Seelöwe (der gerade in Münster saß aber durch Mumble zugeschaltet war) hat daraufhin erklärt, was ein Piratenpad ist und welche Aufgabe er gerade hat.
Am Abend habe ich noch mit dem Freistellen von Personen für Plakate begonnen. Heute werde ich ein Porträt (der Duden sagt, mans schreibt das jetzt mit Ä) zu Ende machen und mich danach dem Frühstück und der Uni widmen :-) Soviel zu den letzten Tagen!!!
_______________________
11.03.2012
Liebe Leser, ich habe lange mit mir gerungen und mich jetzt dazu entschlossen als Beisitzerin im Landesvorstand NRW zu kandidieren. Warum ist das so und warum fiel mir das schwer?
Ich arbeite gern in Land und Bund. Kommunalpolitik war für mich bisher nicht so sehr von Interesse. Was mich aber sehr interessiert ist, dass die Piraten arbeiten können. Also habe ich Vorträge erarbeitet, die den Piraten dabei helfen autonom handeln zu können. Der Presseworkshop vermittelt in erster Linie eines: Habt keine Angst davor, mit der Presse vor Ort zu kommunizieren. Und auch der Vortrag zum Thema 1000 Tage sagt vor allem: Euren Ideen sind keine Grenzen gesetzt, vertraut aufeinander und fangt an!
Das ist meine Art Politik zu machen. Piraten, die autonom arbeiten möchten, zuhören, Probleme eruieren und daraufhin eine Lösung entwickeln. Ich will machen, das andere gut arbeiten können. Darum sehe ich mich auch nicht im Bundes- oder Landtag, dort kann ich meine vorwiegend emotionalen Fähigkeiten nicht so gut einsetzen.
Ich würde also eigentlich gern genau das tun, was ich bisher auch gemacht habe. Ich will meinen Piraten zuhören und Lösungen entwickeln. Bisher habe ich meine Ideen nur beim Vorstand platziert, ohne selbst großartig an den Sitzungen teilgenommen zu haben. Das ist jetzt die Erweiterung meiner bisherigen Tätigkeit, ich möchte ebenfalls meine Ideen direkt einbringen und auch dem Vorstand zuhören, vielleicht dort auch Ideen zur Entlastung einfließen lassen.
Was ich aber nicht kann, ist mehr Zeit zu investieren als das, was ich jetzt bereits tue und den Sitzungen beizuwohnen. Auf Platz 1 in meinem Leben steht mein Studium und der dazugehörige Broterwerb. Wenn ich also in eine Prüfungsphase komme, werde ich meine Tätigkeit im Zweifel zurückschrauben (aber wahrscheinlich nicht aufgeben) müssen. Dafür müsst ihr bitte Verständnis haben, ich habe eine Zukunft vor mir, die ich gestalten will.
Ich werde Euch keine Stunden angeben, wie viel Zeit ich mir für die Piraten nehmen werde. Das lässt sich nicht schätzen und kommt darauf an, wie sich alles entwickelt. Genug jedoch, um oben genannte Punkte umzusetzen und im Zweifel nur an den Vorstandssitzungen mitzuwirken.
Wenn ihr mich unter diesen Bedingungen im Vorstand haben wollt, werde ich die Wahl gerne annehmen. Fragen kann ich z.B. schon hier beantworten: http://www.formspring.me/suddengrey
Bis spätestens dahin,
Chrissie
_________________________________
11.02.2012
Am Sonntag, letzte Woche, war ich beim Tag der politischen Arbeit in Dortmund. Es haben sich ungefähr 100 Piraten aus ganz NRW getroffen, um an unterschiedlichsten Themen zu arbeiten. Zu Beginn konnte man sich aussuchen, welchen Bereich man bearbeiten möchte. Von Umweltpolitik über Kommunikation, bis hin zu Wirtschaft war alles dabei.
Ich habe mich im ersten Slot, der ca. 2 Stunden ging, für Kommunikation entschieden. Der Bereich hier handelte vor allem von der Kommunikation mit und an Neupiraten. Es ging um Fremd- und Selbstwahrnehmung, denn es waren Leute anwesend, die länger und kürzer bei den Piraten Mitglied sind. Mit Sandra @Caevye zusammen habe ich die Moderation übernommen. Wir haben erklärt, wie man mit Neupiraten auf einem Stammtisch umgehen sollte, sodass sie sich schnell wohlfühlen können. Außerdem haben wir aufgelistet, welche Medien die Piraten pflegen und wo man sich über unsere Positionen informieren kann.
Interessant war vor allem, dass die Neupiraten sagten, ihnen seien die Positionen gar nicht so wichtig. Viel wichtiger sei ihnen das Betriebssystem der Piraten! Wie arbeiten wir zusammen, die Basis hat Mitspracherecht, wie gehen wir miteinander um. Das gibt mir die Motivation demnächst dazu einen Podcast aufzunehmen!!!
Im zweiten Teil habe ich bei Hebewerk e.V. i.G. mitgemacht. Hier geht es um eine Stiftung, die gegründet und demnächst eingetragen wird. Erwachsenenbildung steht im Vordergrund, sodass niemand in der sich stetig wandelnden Welt zurückgelassen werden soll. Innovationen werden gefördert und sind ausdrücklich erwünscht.
Jetzt müssen wir die Hülle nur mit klugen Inhalten füllen. Hierbei war ich Gründungsmitlied und Wahlleiter :-)
_________________________________
10.12.2011
Was ist geplant? Liebe Leser, ich habe mir für die Weihnachtsferien vorgenommen den Urheberrechtsantrag ein bisschen zu supporten. Er wurde ja gewählt aber die Frage ist: Wissen jetzt alle was das ist? Vor allem die Nicht-Piraten? Hierfür werde ich einen Podcast mit Daniel Neumann aufnehmen, der dieses Thema behandelt. Ich werde ihn zu allem ausfragen was mir dazu einfällt. Zeitgleich konnte ich ein Interview mit der Internetseite Digitale Generation organisieren. Der Redakteur Volker Dorn hat mich vor kurzem angeschrieben, weil er mehr über die Piraten wissen wollte. Jetzt freue ich mich ihm ein Interview anbieten zu können :-)
Soviel zu meinen Piratenplänen.
Eure Chrissie
PS: Freunde fangen an sich mit Themen an mich zu wenden, weil sie glauben, das die Piratenpartei dazu etwas sagen oder einen Antrag verfassen könnte. Darüber freue ich mich sehr und hoffe, das es unter anderem auch am Piratentagebuch liegt.
_________________________________
04.12.2011
Liebe Leser, schön das heute welche dazu gekommen sind. Ich bin gerade zuhause reingekommen und habe mich direkt ins Bett gelegt. Meine Güte, war das aufregend! Ganz besonders der letzte Teil, in dem es ums Urheberrecht ging.
Heute haben wir über den PA149 abgestimmt: “Reform des Urheberrechts – Stärkung der Interessen von Urhebern und Allgemeinheit”. Dieser Antrag wurde von Daniel Neumann erstellt, Pirat aus Neuss. Er hat sich im letzten halben Jahr Gedanken zu einem unserer Kernthemen gemacht: Wie kann man sowohl den Urheber, als auch den Nutzer schützen? Ihr könnt alles dazu hier nachlesen, heute Abend bin ich tatsächlich zu müde dazu: http://wiki.piratenpartei.de/Bundesparteitag_2011.2/Antragsportal/PA149
Ihr lest mal wieder, das wir Drogen legalisieren wollen. Hierzu empfehle ich meinen Tagebucheintrag vom 20. November, denn es handelt sich um den gleichen Antrag. Also alles schön :-)
Ich möchte aber gar nicht zuviel zu den beschlossenen Themen sagen. Ihr könnt das alles auch in den Pressemitteilungen nachlesen. (Links findet Ihr dann unten).
Der Bundesparteitag war ein Erfolg. Auch wenn es viele Leute gab die sich ans Mikrofon stellen mussten und wiederholte, was ihr Vorredner bereits gesagt haben – Es gab konstruktive Gespräche und ich glaube auch einige Lehrstunden für die Neupiraten. Plätzchen und Pyth haben sich als Versammlungsleiter super geschlagen. Den neuen Versammlungsleiter kannte ich leider noch nicht aber er hat Mut bewiesen sich den irgendwann nörgeligen und gereizten Piraten zu stellen :-)
Was ich nicht gut fand war, dass wir unsere Satzung nicht geändert haben. Es sollten zwei Dinge ergänzt werden: Ersetze “und faschi- stische“ durch “im Besonderen nationalistische, nationalsozialistische oder faschistische“.
Die neue Version des letzten Satzes in §1 (1) würde mit dieser Änderung wie folgt lauten: “Totalitäre, dikta- torische und im Besonderen nationalistische, nationalsozialistische oder faschistische Bestrebungen jeder Art lehnt die Piratenpartei Deutschland entschieden ab.“
Das zweite was hinzugefügt werden sollte, war: “Hierbei wendet sich die Piratenpartei auch gegen jeden Versuch den Holocaust und die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes zwischen 1933 und 1945 zu negieren oder relativieren.“
Beide hätten mit einer 2/3 Mehrheit beschlossen werden müssen, allerdings stand es nur 50:50. Was der genaue Grund dafür war, kann ich gar nicht sagen. Ich habe auch gehört, das es unklar war, was genau bei der geheimen Wahl wie angekreuzt werden sollte. Wir werden es bis zum nächsten Mal rausfinden und besser machen.
Tut mir leid, ich kann nicht mehr weiter schreiben. Ich bin einfach zu müde. Ich kann Euch nur sagen: Nehmt jeden Parteitag mit, den ihr kriegen könnt! Es macht Spaß, es bildet Euch weiter und es motiviert. Denn wir können unser Land verändern, wenn wir uns nur an unseren Grundsatz halten.
Denk selbst!
https://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung/letzte-parteitagsbeschl%C3%BCsse-piraten-f%C3%BCr-neues-urheberrecht-fahrscheinlosen-%C3%B6pnv-und
https://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung/piratenpartei-positioniert-sich-pro-europa-laizismus-und-liberale-drogenpolitik
https://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung/piraten-sprechen-sich-f%C3%BCr-bedingungsloses-grundeinkommen-und-mindestlohn-aus
_________________________________
Nachtrag vom 03.12.2011
Jetzt mal Live vom Bundesparteitag 2011. Gestern habe ich unheimlich viel Abgestimmt. Die Ergebnisse, die ihr überall lesen könnt, stimmen zu einem Großteil mit meiner Meinung überein. Ich habe auch für das Bedingungslose Grundeinkommen gestimmt, weil ich es für eine wichtige Sache halte. Wieviele Dinge würde man in seinem Leben gern gemeinnützig tun, wenn man nicht seinen Unterhalt verdienen müsste? Ich halte die Menschen für fähig und verantwortungsbewusst genug, dass sie in der Lage sind für die Gemeinschaft zu handeln. Auch den Aspekt, das es in nächster Zeit nicht mehr so viele Arbeitsplätze wie Menschen geben wird, halte ich für sehr wichtig.
Zum Thema: “Wie sollen wir das finanzieren?” würde ich gern mit Joachim Pauls Worten antworten: “Der Flug zum Mars wurde doch auch geplant, bevor es eine Rakete dafür gab.” Auf Twitter ist er übrigens @nick_haflinger
Gestern in einer Art Mittagspause habe ich mich mit Oliver unterhalten. Er ist Pirat aus Düsseldorf. Es ging um die Neuzugänge bei den Piraten und wie sie integriert wurden (oder auch nicht). Hier haben wir uns über die Hilfestellungen für Neupiraten unterhalten. Ich habe sie leider nicht genau gesehen aber er erzählte mir, das es eine Mail oder Nachricht gab, mit der die Neupiraten eingeführt werden sollten. Es gab eine Liste mit Worten und Erklärungen wie zum Beispiel KV=Kreisverband, BGE=Bedinungsloses Grundeinkommen oder auch WTF=What the Fuck. Leider haben sich die Piraten wohl so sehr auf ihre eigenen Begriffe und Kultur gestürzt, das sie vergessen haben mehr Programmatik einzubringen. Anstatt sich den Neupiraten zu öffnen und sie einzubinden, wurde ihnen erstmal ein Wörterbuch gegeben. Darüber bin ich geteilter Meinung, für den Anfang ist es vielleicht nicht schlecht. Wäre ich aber nochmal Neupirat, würde ich mir vielleicht vorkommen, als müsste ich erstmal den Slang lernen um klarzukommen.
Seid Ihr Neupiraten? Wie ist Eure Erfahrung? Wie fühlt Ihr Euch angenommen? Würdet Ihr etwas ändern wollen?
Gestern Abend bin ich natürlich noch rausgegangen. Das tollste an Parteitagen ist nämlich mit Menschen zu sprechen. Man kann sich endlich Meinungen einholen und auch Leute aus anderen Landesverbänden kennenlernen. Das ist nicht so leicht, wir bewegen uns alle immer in unserem Schutzraum des Landesverbandes und hängen lieber mit Menschen rum, die wir kennen :-) Nicht schlimm! Ich habe mich gestern zum zweiten Mal mit York Johannsen (Twitter @YoJohannsen) getroffen, um einen Podcast bzw ein Interview auszunehmen. Er ist vom Piraten-Radio und wir hatten bereits eine Session im Stiftskeller beim Landesparteitag 2010. Die endete allerdings sehr betrunken ;-)
Gestern ging es um unsere Eindrücke vom Bundesparteitag und was uns besonders positiv oder negativ aufgefallen ist. Ich habe später das Mikrofon gekapert (HuHa, Piratenwitz) und einige Piraten vor der Tür der Weinstube nach ihrer Erfahrung befragt.
Was ist Euch positiv aufgefallen? Diese Frage könnt Ihr mir hier gern auch beantworten :-)
Ich bemühe mich das Interview für Euch zu organisieren. Und Ihr dürft mich daran erinnern, das ich gern zum nächsten BPT Organspendeausweise organisieren möchte. Diese würde ich dann gern auslegen. Vielleicht haben wir ja Glück und die Gruppendynamik bringt uns dazu unsere Trägheit zu überwinden.
Das wars von mir zum gestrigen Samstag, für den Sonntag kommen sicher noch Impressionen dazu!
PS: Ich habe gestern von Olli gehört, das man auch in anderen Landesverbänden über Lukas und meine Vorträge zur Pressearbeit und 1000 Tage spricht. Das freut mich unheimlich! Auch hier würde ich gern versuchen mal einen Vortrag aufnehmen zu lassen, damit Ihr seht was wir so tun.
_________________________________
28.11.2011
Stephan Urbach ist ein engagierter Pirat, der sehr viel für Netzpolitik weltweit tut. Davon abgesehen ist er ein toller und netter Mensch, ich empfehle sich mit ihm zu unterhalten.
Hier ist sein Blog. Er hat sich mit einer japanischen Delegation getroffen. Es geht um Kinderpornos und Netzsperren:
http://stephanurbach.de/2011/11/netzsperren-in-japan/
_________________________________
Nachtrag 17.11.2011
An diesem Donnerstag Abend war ich im Mumble, es ging um Netzfeminismus. Eingeladen waren unter anderem Elle (Pirat aus Neuss) und die Vortragende Kadda. Sie ist von den Grünen http://blog.katrin-roenicke.net/?page_id=18 und Feministin. Ich muss gestehen, ich bin mir noch nicht sicher wie weit ich dem Femminismus zugetan bin. Oft nehme ich an solchen Mumblediskussionen teil und höre mir an, was es zu diesem Thema zu sagen gibt. Es hat für mich aber oft den Beigeschmack der Bevorzugung von Frauen und nicht der Gleichstellung. Kadda sagte dort, das es eigentlich darum geht auch die Männer gleichzustellen. Diese Definition finde ich aber nirgendwo und sie scheint auch nicht der Konsenz zu sein. Bis dahin stehe ich dem erstmal kritisch gegenüber.
Das Fazit dieser Diskussion war: Wir brauchen keine Frauenquote. Zumindest vorerst nicht, denn es werden immer wieder Frauen angesprochen und gefragt, ob sie nicht höhere Aufgaben übernehmen wollten. Daher regulieren wir uns selbst. Wir haben ja auch das Selbstverständnis entwickelt, das wir alle “Pirat” sind und das Geschlechter nicht wichtig sind. Dem gegenüber steht natürlich das äußere Merkmal. Wie Lotte schon richtig sagte, wir Frauen werden eben doch als solche behandelt. Wenige Männer gehen zu einer Piratenveranstaltung und freuen sich wenn sie Frauen sehen, weil sie sonst nirgendwo welche kennenlernen :D Dem kann ich dann aber mit einer freundlichen Abfuhr begegnen. So ist es eben überall. Partnersuche bei Gleichgesinnten erhöht vllt angeblich die Chancen ;-)
Julia Schramm hat außerdem eine Liste erstellt, in der es darum geht mehr Frauen (nicht nur aus der Piratenpartei) an Podiumsdiskussionen teilnehmen zu lassen. Hier konnte man sich dann mit seinen Fähigkeiten einstellen und evtl. auch auf Netzfeminismus.org veröffentlichen lassen. Ich habe mich eingetragen aber schon ein bisschen Angst. Was ist wenn ich wirklich eingeladen werde? Schaffe ich es meinen Standpunkt zu vertreten? Bin ich dem gewachsen? Ich überlege noch ob ich mich dort veröffentlichen lassen will aber ich enthalte Euch meine Fähigkeiten nicht vor und wünsche Euch ein schönes Wochenende:
Christina Herlitschka (@suddengrey), Neuss
kann: Nachhaltigkeit, Nachhaltige Gestaltung, Design Online und Offline, Netzusability, Social Media, Klassische Pressearbeit, Online-PR, Twitter, Zwischenmenschliche Kommunikation, Netzwerken, Diplomatie, Frau (Vorstand) im Hackerspace, Streetart (Stencils, Aufkleber etc), Konstruktive Kritik, Gespräche moderieren
blog.katrin-roenicke.net
_________________________________
Nachtrag 20. November 2011
meine lieben leser,ich bin gestern und heute auf dem landesparteitag nrw gewesen. eben sind wir zurück gekommen und ich bin unheimlich müde. ich möchte aber noch ein paar worte loswerden. es war wirklich sehr schön. ich hab viele nette leute wiedergetroffen. ich habe die presse betreut und dabei auch sehr freundliche redakteure kennengelernt, zum beispiel vom kölner stadtanzeiger und der dpa. dadurch bin ich jetzt auch zur “sprecherin” geworden ;-) (siehe http://www.n-tv.de/politik/Piraten-sortieren-sich-article4819266.html)
bitte glaubt nicht, das wir harte drogen nun legalisiert haben. wir haben nur die begriffe legal und illegal abgeschafft, weil sie nicht wissenschaftlich sind. es ist außerdem ein positionspapier, das heißt die ausarbeitung muss anderweitig erfolgen. es geht nur um eine grundsätzliche positionierung.
wir setzen uns außerdem für die veringerung des energieverbrauchs allgemein ein und der förderung erneuerbarer energien.
fracking lehnen wir in jedem falle ab: http://de.wikipedia.org/wiki/Fracking
wir unterstützen kurze beine, kurze wege http://www.kurzebeinekurzewege.de/
das beste ist, das wir eine neue satzung beschlossen haben. hierbei ist es einfacher geld zu beantragen und gibt den antragstellern mehr freiheiten und planungssicherheiten (auch für den vorstand).
es ist noch viel viel mehr passiert, was ich jetzt nicht mehr wiedergeben kann. es war auf jeden fall toll und ich zitiere mich selbst: “Wir haben gezeigt, dass wir keine Ein-Thema-Partei sind”, meint Sprecherin Christina Herlitschka
gute nacht!
http://www.n-tv.de/politik/Piraten-sortieren-sich-article4819266.html
_________________________________
06. November 2011
Interessanter Artikel
_________________________________
Nachtrag vom 05.11.2011
Gestern fand die Regiomumble NRW statt. Zweck ist es, das jeder Kreis von seinen Aktivitäten erzählt. So kann man sehen, ob parallel in mehreren Städten am gleichen Thema gearbeitet wird, ob irgendwo Hilfe benötigt wird oder ob man sich gegenseitig Konzepte weiterreichen kann. Vor allem durch die Neumitglieder ist es sehr interessant geworden. Wie gehen die verschiedenen Städte mit ihnen um? Sind sie gut integriert? Sind sie abgeschreckt durch zuviel Technik? Hier können alle diese Themen platziert werden.
In Neuss läuft es derzeit super. Es beleben sich einzelne Städte von selbst wieder, so wie Jüchen, Grevenbroich und Kaarst. Die Neumitglieder sind sehr engagiert. Jeden 1. Samstag im Monat soll nun ein Infostand stattfinden. Das macht deshalb Sinn, weil die Leute dann Gehalt bekommen haben und gern einkaufen gehen. Gestern wurden auch die Luftballonsäbel in Neuss gemacht. 150 Kinder rannten damit zufrieden durch die Stadt. Habe ich mir zumindest sagen lassen, ich konnte nämlich gestern nicht ;-)
_________________________________
Nachtrag vom 03.11.2011
Der Arbeitskreis Wirtschaft und Finanzen NRW wurde wiederbelebt, dies fand im Mumble statt. Zweck dieses Arbeitskreises ist es, das Programm der Piraten zu erweitern und die Wirtschaft gerechter zu gestalten. So steht zum Beispiel in unserem Programm, dass wir Monopole verbieten wollen.
Ich habe vor Ewigkeiten mein Fachabitur mit Wirtschaft gemacht und studiere am liebsten die brand eins :) Unternehmenskonzepte interessieren mich sehr. Außerdem studiere ich Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Das Wort ist sehr ausgelutscht, im klassischen Sinne ist es aber das Gleichgewicht aus Ökologie, Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit. Da meiner Meinung nach die Ökonomie in Deutschland einen höheren Stellenwert hat als alles andere, möchte ich versuchen im Rahmen dieses AKs etwas dazu beitragen, das auch die beiden anderen Aspekte Aufmerksamkeit bekommen. Ein Gleichgewicht in allen Teilen führt zu einer zufriedenen Gesellschaft, da niemand benachteiligt wird. Es ist genug Ware da und für die nachfolgenden Generationen bleibt die Umwelt geschützt. Das halte ich für erstrebenswert.
Wir wollen uns nun alle zwei Wochen im Mumble treffen und bei programmatischen Veranstaltungen. Das Protokoll findet ihr hier:
http://wiki.piratenpartei.de/NRW:2011-11-03_-_Protokoll_Arbeitskreis/Wirtschaft_und_Finanzen
_________________________________
Heute mache ich meinen Tagebucheintrag vom Sonntag, den 1.11.2011
Ich war mit Lukas und Matthes aus Neuss beim Presseworkshop in Dortmund. Anwesend waren mehr als 50 Piraten, die verschiedene Vorträge zum Thema Pressearbeit anhören oder halten wollten.
Ich hatte einen Vortrag zu lokaler Pressearbeit vorbereitet, sowie einen Vortrag zu meinem Job in einer PR-Agentur. Zweiterer war jedoch nicht interessant genug, darum fiel er aus. Das war nicht besonders schlimm, schließlich war ich darauf nicht besonders gut vorbereitet und habe mich eher auf den ersten Vortrag konzentriert.
Der Tag in Dortmund wurde in verschiedene Slots aufgeteilt. Hierbei wird ein Plan aufgestellt der nach Zeit und Raum sortiert ist. Dann teilen sich die Besucher in Gruppen auf und besuchen die jeweiligen Slots. Da sich fast alle Piraten für unseren Teil “Lokale Pressearbeit” interessierten, haben wir den Vortrag zuerst für alle Mitglieder gehalten. Lukas hat die Einführung gemacht mit dem Schwerpunkt Pressemitteilung. Im Anschluss habe ich über die Kontaktaufnahme und Kontaktpflege zum Redakteur gesprochen, bis zur schlussendlichen Veröffentlichung.
Wir bekamen von einem ehem. Redakteur ein Kompliment für den Vortrag, den wir aus Zeitgründen auf eine Stunde stauchen mussten. Er hätte dort mehr Inhalt gefunden und mehr gelernt, als man in den meisten Journalistenschulen für viel Geld lernen würde *stooolz*
Lukas hat außerdem eine Diskussionsrunde zum Thema Facebook gehalten, an der ich mich auch als Rednerin und Protokollantin beteiligt habe. Die Reaktionen waren in den meisten Fällen distanziert und skeptisch, ich denke aber das es auch viel Aufklärung erfolgte. Zumindest durch die Leute, die Facebook aktiv nutzen.
Der Workshop hat sehr viel Spaß gemacht. Ich werde versuchen bei den nächsten Barcamps ebenfalls teilzunehmen.
Habt einen schönen Abend,
Chrissie
_________________________________
26. Oktober 2011
Eben fand der Stammtisch in Neuss statt. Wir haben uns wieder im Haus am Markt besucht. Es waren nicht soviele Leute da wie beim letzten Mal aber das war auch nicht besonders schlimm. Dadurch konnte man sich gut mitteilen und wir hatten wieder eine Diskussionsstruktur.Wir haben über einiges Gesprochen was uns beschäftigt. So zum Beispiel über die Kameraüberwachung in Köln am Kreuz Nord. Dort sind Kameras angebracht die schwenken, angeblich um zu überprüfen ob etwas auf dem Seitenstreifen liegt, damit dieser als dritte Spur freigegeben werden kann. Weiß da jemand was drüber? Es ist so merkwürdig das die Kameras hochauflösend und schwenkend sind…
Außerdem haben wir viel über Unterwanderungen gesprochen und um Spezialfall über Scientology. Dazu gab es eine hitzige Diskussion auf der ML, was man mit solchen Mitgliedern machen soll. Wir haben eine Lösung ausdiskutiert und werden sie demnächst als Neusser Gemeinschaftsprojekt über die ML schicken.
Mir fiel auf, dass es einige Piraten gibt die kaum Ahnung von dieser Firma haben. Memo an mich selbst: Filme raussuchen und verschicken! Habt Ihr Empfehlungen?
Wir wurden schlussendlich aus dem Restaurant gefegt und haben noch einen Absacker getrunken ;)
Ansonsten habe ich das Gefühl, das es einige engagierte Neupiraten gibt und das freut mich sehr. So verteilt sich die Last gleichmäßiger als bisher.
PS: Aus privaten Gründen musste ich @Caevye meine Mitarbeit bei der AG Basisarbeit leider wieder absprechen. Dazu gibt es jetzt also nichts neues mehr.
_________________________________
23. Oktober 2011
Gestern war ich auf meinem ersten Infostand. Wir haben um 10 Uhr angefangen. Vorher mussten wir den ganzen Kram in unser Auto packen und aufbauen. Dafür sind wir dann vor Deichmann gefahren und haben den Stand in der Neusser Innenstadt zwischen Deichmann und Kaufhof aufgebaut.
Wir haben uns für einen offenen Infostand entschieden. Das heißt einen runden Tisch unter den Pavillon und eine Reihe Tische neben den Pavillon. Es gab ungefähr alle 10 Minuten min. einen Passanten der sich interessiert hat und bis auf zwei Personen waren alle unheimlich nett und haben uns Mut zugesprochen. “Weiter so!”, “Ihr macht das super!”, “Ich finde es toll das Ihr da seid, ich stehe total hinter Euch!”, “Endlich macht mal jemand den großen Parteien Angst!”, “So kanns ja nicht weitergehen!” usw :) Und das in einer Altersklasse von 25 bis 80 :D Ich war total erfreut! Wir waren auch mit drei Frauen da von insgesamt 10 Personen, da kamen dann auc keine Sprüche über Quoten ;o)Ich fands klasse und werd auch gern wieder zum nächstne Infostand gehen. Was ich übrigens nicht gehört hab war “Oh, Euch gibts jetzt auch in Neuss?” Also eine klare Verbesserung unserer medialen Präsenz :)
PS: Ich habe mich mit einem Redakteur von “Der Neusser” getroffen und demnächst reden wir darüber wie wir zusammen arbeiten können :)
_________________________________
18. Oktober 2011
Aloha!
Heute hab ich mir den Beitrag über die Piraten von Report München angeschaut und bin bisher ganz froh das die Facebookseite von report München nicht so sehr zugespamt wurde wie ich befürchtet habe.
Eine weitere Wertung zum Beitrag gibts von mir nicht oder nur auf Anfrage.
Dann habe ich mich eben dazu bereit erklärt die Pressemappe der Piraten NRW nochmal anzuschauen und ggf. zu überarbeiten. Ich hoffe das wird nicht zu aufwendig :)
Den Auftrag habe ich übrigens bei der Mumblesitzung der AG Öffentlichkeitsarbeit angenommen. Mumble ist ein Tool das funktioniert wie eine Telko bei der man sich einwählen muss. In diesem Fall ist es aber so, dass es optisch aufgebaut ist wie ein Chat, man kann darin schreiben und durch “push to talk” mit anderen kommunizieren. Push to talk bedeutet, dass man zuvor eine Taste festlegt und beim drücken dieser Taste wird das Mikrofon freigeschaltet. Mumble ist außerdem eine freie Software. Ich finds super!!!
http://de.wikipedia.org/wiki/MumbleAnsonsten hab ich heute nüscht gemacht.
_________________________________
17. Oktober 2011
Liebes Tagebuch,
heute gibts eigentlich nix zu berichten! Ich war nämlich arbeiten und habe daher nicht viel gemacht. Nur zwei Emails beantwortet, die kamen von einem Redakteur von “Der Neusser – Das unabhängige Monatsmagazin für Neuss und Umgebung”. Mit ihm hatte ich kurz nach Berlin bereits Kontakt und habe ihn zu einem Stammtisch eingeladen. Leider haben wir uns terminlich nicht treffen können. Nun hab ich ihn zu unserem Infostand am 22.10. in Neuss neben Deichmann eingeladen. Er wird dann kommen und mit uns sprechen.
Ich bin gespannt, der Emailkontakt war sehr freundlich.Den Rest des Abends verbringe ich übrigens auch Piratenfrei :)
Noch ein kleines Schmankerl zum Schluss: das neue Album von Jürgen Drews heißt “Schlagerpirat”
_________________________________
16. Oktober 2011
Heute war ich bei der KMV in Düsseldorf. Ich kam zwar pünktlich zu meinem Vortrag aber insgesamt eher spät :) Manchmal muss eben das Piratenleben Abstriche machen, wenn die Freizeit dazwischen kommt.
Der Vortrag lief unheimlich gut und hat viel Spaß gemacht. Lukas hat die erste Höfte des Vortrags gehalten, dabei ging es um den Bedarf an so einem Kommunalkonzept. Ich wiederum hab mich dann mit der konkreten Umsetzung beschäftigt. Die Düsseldorfer schienen begeistert, das freut mich natürlich. Vorträge halte ich im übrigen sehr gern, demnächst ist einer zur Pressearbeit dran.Hier noch Lukas bei seinem Part :)
Gleich werde ich in den Keller gehen und schauen welche Bestände wir noch an Infomaterial für Infostände in der Innenstadt übrig haben. Im Zweifel müssen wir noch welche nachbestellen. Ich bin gespannt wie das läuft, bei einem Infostand war ich nämlich noch nicht mit dabei.
_________________________________
Nachtrag 15.10. – AG Basisarbeit und 1000 Tage Vortrag
Ich habe gestern meinen Piratenurlaub (von ca. 2 Tagen) beendet und mich ans Werk gemacht. Ich habe mit @CaeVye zur AG Basisarbeit telfoniert, sie kommt aus Soest. Die AG dient dazu die Piraten intern besser zu strukturieren und sie fragte ob ich ihr helfen kann. Sie sei derzeit ein Einzelkämpfer und das ist sehr anstrengend. Wir haben uns darauf geeinigt die AG erstmal in NRW laufen zu lassen und gute Ideen im Bund vorzuschlagen. Hinzu kommt das wir erst Probleme eruieren wollen und dazu Lösungsvorschläge anbieten. Diese schicken wir dann entweder an Alexander (politischer Geschäftsführer NRW) oder Marina (politische Geschäftsführerin Bund). So bin ich an der Umsetzung nicht beteiligt. Dafür habe ich nämlich meistens keine Zeit.
Dann halte ich morgen mit Lukas einen Vortrag zu einem Konzept das sich 1000 Tage nennt. Es geht darum wie man Lokalpolitisch präsent sein kann, ohne das die Piraten vor Ort überfordert sind oder ihren Spaß daran verlieren. Denn in ca. 1000 Tagen ist Kommunalwahl und bis dahin brauchen wir 3 Leute die sich vorstellen können die Piraten in Neuss zu vertreten und ein festes Team das ihnen hilft.
Den Vortrag halten wir heute bei der Kreismitgliederversammlung in Düsseldorf
_________________________________
Worum gehts?
Ich bin seit Ende Mai 2010 Mitglied bei den Piraten aber ich habe sicherlich Anfang 2010 bereits angefangen mit Piraten in Kontakt zu kommen.
Ich wurde durch einen Freund auf die Partei aufmerksam und muss gestehen, das mich vor allem das klischeehafte Infomaterial zunächst abgeschreckt hat. Die ganzen Nerdbilder usw, von Pitopia o.ä. runtergezogen, gefiel mit nicht. Ich habe mich sogar zunächst mit den Piraten als Personen auseinandergesetzt bevor ich mir die Inhalte genauer angeschaut habe. Hätten mir die Menschen dort nicht zugesagt, wäre ich sicherlich nicht beigetreten. Und beitreten und mitarbeiten ist ja nochmal ein Unterschied zum Häkchen, das ich alle paar Jahre für eine Partei mache ;)
Ich war aber sehr angetan von den Piraten die ich kennengelernt habe und zwar in der Endphase des Wahlkampfes. Ohne beizutreten habe ich trotzdem schonmal angefangen partiell mitzuarbeiten und im Gläsernen Mobil vor einem LiveStream einen Vortrag über günstige selfmade Werbemittel gehalten.
Bis zum Beitritt habe ich mich schon länger bitten lassen aber im Mai war ich dann mit dabei. Ich habe seit dem an vielen Diskussionsrunden teilgenommen, pirateninterne Vorträge gehalten, beim LPT und BPT gemeine Fragen gestellt ;-) und auch beim Wahlendspurt in Berlin geholfen. Ich liebe es Ideen beizusteuern und die Piraten damit zu inspirieren. Konzepte machen mir unheimlich viel Spaß. Ich versuche außerdem gern den Konsenz aus Diskussionen zu finden und daraus eine Lösung zu formen. Nur für die Umsetzung fehlt mir dann leider oft die Zeit, da helfen mir dann aber wiederum andere Piraten :)
Die Idee zum Tagebuch hatte ich, weil in letzter Zeit oft die Diskussion zu Frauen in der Piratenpartei aufgekommen ist. Und ich finde man ist als Frau nicht im geringsten benachteiligt. Die Arbeit hier macht mir viel Spaß und ich machte gern viel und das konstruktiv. Zudem würde ich gern meinen Freunden und meiner Familie zeigen was es für mich bedeutet Pirat zu sein und woran ich arbeite. Ich möchte mich einfach mitteilen.
Warum also auf Facebook, wo ich es doch genauso gut in einem Blog machen könnte? Ich habe vor meinen Blog mit Facebook zu syncen, so kann man auch lesen was ich mache wenn man nicht bei Facebook ist. Ich denke aber das hier viele Personen sind die ich über meinen Blog nicht erreichen würde :) Facebook ist eben ein riesen Newsfeed und diese Homebase könnte ich mit meinem Blog nicht aufbauen. Ich bin nunmal hier, dann kann ich es auch direkt so durchführen.
Ich wünsche Euch viel Spaß und freue mich wenn ihr am Ball bleibt.
Viele liebe Grüße
Chrissie



